Zum Weihnachtsmarkt nach Jerago

 

Dezember 2016

 

Jährlich am 8. Dezember, dem Fest Mariä Empfängnis, veranstaltet unserer Partnergemeinde in Italien ihren Weihnachtsmarkt, zu dem wir und unsere Freunde aus Frankreich immer eingeladen sind. Bei schönstem, wenn auch kaltem aber sonnigem Wetter fuhren wir zu neunt mit dem Gemeindebus Richtung Italien, wo wir – wie immer – auf das herzlichste empfangen und auf die Gastgeberfamilien verteilt wurden. Das Abendessen findet am ersten Abend wie üblich in den Familien statt. Meistens tun sich aber einige Gastgeber zusammen, um gemeinsam das Treffen auszurichten. Ein Kauderwelsch an Sprachen, Italienisch, Französisch, etwas Spanisch oder Deutsch lässt die vergnüglichen Stunden schnell vergehen

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Am nächsten Morgen Treffpunkt auf dem für den Markt vorgesehenen Platz. Der Stand – noch im Rohzustand – wurde von einem Teil der Gruppe weihnachtlich hergerichtet, geschmückt und die Waren die wir mitgebracht hatten, wurden auf den Tischen drapiert. Der zweite Teil der Gruppe konnte, wie auch im letzten Jahr, den Teig für die Waffeln, die wir am Nachmittag verkaufen wollten, beim örtlichen Bäcker zubereiten. Eine große Hilfe, immerhin waren 4 Kilogramm Mehl mit allen anderen Ingredienzien zu verarbeiten.

 

An Waren mitgebracht hatten wir - wie immer - Bier, der absolute Renner. Wegen der großen Nachfrage wurde in diesem Jahr die Menge schon auf 400 Flaschen erhöht, immer noch zu wenig wie sich herausstellte, denn das Bier war bereits nach 2 Stunden ausverkauft. Bereits um 9.00 Uhr kamen die ersten Kunden, sie wollten nicht, wie vielleicht im letzten Jahr, zu spät kommen. Eine Männergruppe kam sehr frühzeitig sogar mit einer Schubkarre an, in der der gesamte Vorrat Platz gefunden hätte. Es musste von den „Verkäufern“ eine Obergrenze von 5 Tragekästchen festgelegt werden.

 

Auch die selbstgebackenen Lebkuchen, die Eiserlebkuchen, die Florentiner und die Nürnberger Lebkuchen wurden bis zum Ende des Marktes verkauft. Ebenso schöne, selbstgebastelten Origami Sterne. Landjäger wurden noch angeboten und verkauft und - als Test -, schwäbische Spätzle. - Eulen nach Athen tragen, dachten wir, aber kaum zu glauben, auch diese waren im Nu ausverkauft. Die zweite Attraktion, neben dem Bier, sind unsere Waffeln. Ca. 200 Stück haben wir gebacken. Vor allem die Kinder stellten sich bereits am Vormittag vor unserem Stand auf um, in Erinnerung an das letzte Jahr in dem sie vielleicht zu kurz gekommen sind, nichts zu versäumen.

 

So viele nette Kinder haben wir getroffen, Kinder, die um eine soziale Einrichtung zu unterstützen, Selbstgebasteltes an einem Stand verkauften. Überhaupt fiel auf, wie viele gemeinnützige Gruppen Waren verkauften und den Erlös für soziale Projekte spendeten. Da war der Verein für die Kinder von Tschernobyl, ein anderer, der für Leukämiekranke Kinder tätig war. Der eine Welt Laden war mit einem großen Stand vertreten, natürlich gab es auch Schmuck, Weihnachtsdekol, Kerzen, Krippen, Gestricktes und Genähtes und vieles mehr. Um 17.00 war der Markt zu Ende.

 

Zum Abendessen waren wir dann zu einem üppigen italienischen Menü in ein Gasthaus geladen, an dem außer den Gastfamilien auch viele Mitglieder des italienischen Partnerschaftsvereins teilnahmen. Sie ließen es sich nicht nehmen uns zu treffen, Pläne zu schmieden für das kommende Jahr, mit uns zu reden, zu lachen und aber auch an alte Zeiten zu erinnern. Mit den besten Wünschen für eine gute Rückreise wurden wir am nächsten Morgen verabschiedet. Wie üblich badeten wir in einem Meer freundschaftlicher Zuneigung und wir wurden beauftragt, allen Untergruppenbacher Freundinnen und Freunden, allen Mitbürgerinnen und Mitbürgern

 

- buone Feste - frohe Weihnachten

 

zu wünschen und für das neue Jahr die besten Grüße zu übermitteln.

 

C.S.

 

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